{"id":15204,"date":"2022-09-01T09:12:41","date_gmt":"2022-09-01T09:12:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.algebris.com\/?p=15204"},"modified":"2022-09-07T14:24:19","modified_gmt":"2022-09-07T14:24:19","slug":"europas-energiekrieg-die-rolle-der-energieeinsparung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.algebris.com\/de\/esg-policy-research-de\/europas-energiekrieg-die-rolle-der-energieeinsparung\/","title":{"rendered":"Europas Energiekrieg: die Rolle der Energieeinsparung."},"content":{"rendered":"\n<p>Nach einem heissen Sommer steht nun der Winter vor der T\u00fcr. Nachdem Gazprom weitere &#8220;Wartungsarbeiten&#8221; ank\u00fcndigte, die im Laufe dieser Woche beginnen sollen, w\u00e4chst die Unsicherheit \u00fcber die Zuverl\u00e4ssigkeit der russischen Gaslieferungen nach Europa im Winter. Gleichzeitig werden hohe Erwartungen in das f\u00fcr den 9. September angesetzte Treffen der EU-Energieminister gesetzt &#8211; speziell nach den \u00c4usserungen von Ursula von der Leyen \u00fcber die Notwendigkeit, den Strompreis vom Gaspreis abzukoppeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Einem wichtigen Thema wird jedoch erstaunlich wenig Aufmerksamkeit geschenkt: Energieeinsparungen. Energieeinsparungen spielen in der Nachhaltigkeitsgleichung der EU-Energiebilanzen eine wichtige Rolle. Dies zeigt sich sehr deutlich, wenn man die Entwicklung der Gasvorr\u00e4te in Deutschland und Italien unter drei verschiedenen Szenarien f\u00fcr die kommenden Monate vergleicht. Da Deutschland kaum die M\u00f6glichkeit hat, kurzfristig von Russland Abstand zu nehmen, hat es bis 2022 deutlich mehr Energie eingespart als Italien, so dass die Aussichten weniger d\u00fcster sind, als viele erwartet hatten. Italien, das \u00fcber mehr Diversifizierungsm\u00f6glichkeiten verf\u00fcgt, hat seinen Verbrauch geringer gesenkt \u2013 jedoch h\u00e4ngt die Nachhaltigkeit dieser Strategie in den kommenden Monaten davon ab,&nbsp; ob Italiens andere Importpartner (insbesondere Algerien) ihre Versprechen einhalten.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong>Methodik und Annahmen<\/strong><\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Der Gasbestand am Ende der Periode T wird wie folgt berechnet:<\/p>\n\n\n\n<p><em>Gasbestand<sub>t<\/sub> = Speicher<sub>t-1<\/sub> + Nettozufl\u00fcsse<sub>t<\/sub> + Inlandsproduktion<sub>t<\/sub> + Verbrauch<sub>t<\/sub><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Um dies an einem konkreten Beispiel zu veranschaulichen, wird der Gasbestand Ende September 2022 wie folgt berechnet: Speicher Ende August 2022, plus Nettozufl\u00fcsse im September 2022, plus etwaige inl\u00e4ndische Produktion im September 2022, minus Verbrauch im selben Zeitraum. Echtzeitdaten \u00fcber die Gasspeicherbest\u00e4nde der EU-L\u00e4nder sind auf der GIE AGSI-Website verf\u00fcgbar. Im weiteren Verlauf der Analyse gilt das Ausgangsniveau der Gasspeicher per 31. August 2022.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Sch\u00e4tzung der Gaszufl\u00fcsse verwende ich Daten der t\u00e4glichen Zu- und Abfl\u00fcsse von Gas an jedem Einspeisepunkt in ein bestimmtes Land. Diese Daten werden vom European Network of Transmission System Operators for Gas (ENTSOG) zur Verf\u00fcgung gestellt.&nbsp; Die Nettozufl\u00fcsse werden als Differenz zwischen Importen und Exporten an jedem Einspeisepunkt berechnet. Daraus berechne ich dann die bisher beobachteten durchschnittlichen monatlichen Nettozufl\u00fcsse im Jahr 2022 (Januar-August), die als Basis f\u00fcr die Szenarioanalyse dienen. F\u00fcr jeden Einspeisepunkt haben Forscher von Bruegel den impliziten russischen Anteil an den Gasstr\u00f6men gesch\u00e4tzt. Auf diese Weise l\u00e4sst sich ermitteln, um wie viel sich die einzelnen Str\u00f6me verringern w\u00fcrden, wenn Russland seine Exporte reduzieren oder gar ganz einstellen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Daten \u00fcber den monatlichen Inlandsverbrauch stammen von Eurostat. Der Basisverbrauch wird als Durchschnitt des in den Jahren 2019, 2020 und 2021 beobachteten Verbrauchs f\u00fcr jeden einzelnen Monat berechnet. Die beobachteten Energieeinsparungen werden als Verringerung des Verbrauchs im Jahr 2022 im Vergleich zu denselben Monaten des Jahres 2021 berechnet. Die aktuell verf\u00fcgbaren Daten umfassen die ersten sechs Monate dieses Jahres.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Wetter wird in allen Szenarien gleich gehalten. Ein w\u00e4rmerer Winter w\u00fcrde zu einem niedrigeren Basisverbrauch f\u00fchren, w\u00e4hrend das Gegenteil bei einem kalten Winter der Fall w\u00e4re. Obwohl es \u00e4usserst schwierig ist, das Wetter vorherzusagen, deuten die Daten darauf hin, dass der Winter 2021\/2022 sowohl in Deutschland als auch in Italien ein warmer Winter war. Daher k\u00f6nnen die f\u00fcr das Jahr 2021 gesch\u00e4tzten Energieeinsparungen im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2019-2021 \u00fcberh\u00f6ht sein.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong>Basisszenarien<\/strong><\/strong><\/h4>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>Szenario 1:<\/strong> Vollst\u00e4ndige Einstellung der russischen Gasdurchfl\u00fcsse und keine Ver\u00e4nderung des Winterverbrauchs im Vergleich zu 2021. Dies ist ein besonders nachteiliges Szenario, das verdeutlicht, wie gross der Schock w\u00e4re, wenn das russische Gas vollst\u00e4ndig abgeschaltet w\u00fcrde, ohne dass Energieeinsparungen m\u00f6glich w\u00e4ren. \u00a0<\/li><\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>Szenario 2:<\/strong> Vollst\u00e4ndige Einstellung der russischen Gasdurchfl\u00fcsse, aber der Verbrauch in den Wintermonaten geht durchschnittlich gleich viel zur\u00fcck, wie in den ersten sechs Monaten des Jahres 2022 &#8211; basierend auf den beobachteten Verbrauchsdaten.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>Szenario 3:<\/strong> Die russischen Gasdurchfl\u00fcsse werden f\u00fcr den Rest des Jahres 2022 um 90% reduziert, aber der Verbrauch in den Wintermonaten geht durchschnittlich gleich viel zur\u00fcck, wie in den ersten sechs Monaten des Jahres 2022 &#8211; basierend auf den beobachteten Verbrauchsdaten. Dies ist ein g\u00fcnstigeres Szenario, bei dem Energieeinsparungen mit einigen russischen Gaslieferungen kombiniert werden.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Alle Szenarien mit anhaltend gr\u00f6sseren russischen Gaslieferungen w\u00e4ren optimistischer als Szenario 3. Ein k\u00e4lterer Winter w\u00fcrde hingegen in allen drei Szenarien zu nachteiligeren Ergebnissen f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong>Szenario der geografischen Substitution<\/strong><\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>In den Szenarien werden die durchschnittlichen Nettozufl\u00fcsse des Jahres 2022 von den einzelnen Einspeisepunkten als Grundlage f\u00fcr die k\u00fcnftigen Str\u00f6me verwendet. Soweit die geografische Substitution bzw. Diversifizierung bereits stattgefunden hat, wird sie in Form von h\u00f6heren Basisstr\u00f6men \u00fcber die Einspeisepunkte hochgerechnet, an denen sie stattgefunden hat (Einspeisepunkte, die nicht von dem simulierten russischen Schock betroffen sind).<\/p>\n\n\n\n<p>Die obigen Szenarien enthalten jedoch keine Annahmen \u00fcber den Umfang und den Zeitpunkt einer <em>zus\u00e4tzlichen k\u00fcnftigen Diversifizierung<\/em>. Im Fall von Deutschland sind die M\u00f6glichkeiten f\u00fcr eine geografische Diversifizierung begrenzt, so dass wir diesen Faktor nicht ber\u00fccksichtigen. Deutschland k\u00f6nnte von einer Umlenkung der nordischen Gasstr\u00f6me profitieren, aber es w\u00e4re schwierig, Annahmen dar\u00fcber zu treffen, speziell wann und in welchem Umfang. Deutschland k\u00f6nnte auch von einem verz\u00f6gerten Ausstieg aus der Kernenergie profitieren, doch diese Annahme w\u00e4re eher willk\u00fcrlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Falle Italiens gibt es mehr M\u00f6glichkeiten zur geografischen Substitution, da die italienische Regierung bereits Vereinbarungen \u00fcber zus\u00e4tzliche Gasimporte aus Nordafrika angestrebt hat. Ausgehend von \u00f6ffentlichen Informationen ist jedoch noch unklar, wie viel und zu welchem Zeitpunkt die Importe erfolgen k\u00f6nnten. Die Ende August unterzeichneten Vertr\u00e4ge enthalten die folgenden Informationen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>ENI &#8211; Kongo<\/strong> (Vereinbarung im April 2022 unterzeichnet): Die Vereinbarung sieht eine Beschleunigung und Steigerung der Gasproduktion im Kongo vor. Dies erfolgt in erster Linie durch die Entwicklung eines Fl\u00fcssigerdgasprojekts, das 2023 in Betrieb gehen soll. Das Projekt soll, sobald es vollst\u00e4ndig in Betrieb ist, eine Kapazit\u00e4t von mehr als 4,5 Milliarden Kubikmeter pro Jahr haben. Es wird allerdings kein Datum genannt, wann das Projekt voll betriebsf\u00e4hig sein wird oder wie viel es in der Anlaufphase produzieren w\u00fcrde.<\/li><li><strong>ENI &#8211; \u00c4gypten<\/strong> (Vereinbarung im April 2022 unterzeichnet): Hierbei handelt es sich um eine Aufstockung eines bereits 2021 unterzeichneten Abkommens. Insgesamt sehen die beiden Vereinbarungen Fl\u00fcssigerdgaslieferungen mit einem Gesamtvolumen von bis zu 3 Milliarden Kubikmeter im Jahr 2022 vor. In der Pressemitteilung heisst es, dass die Lieferungen f\u00fcr Eni\u2019s Fl\u00fcssigerdgas Portfolio in Europa und Italien bestimmt sind. Es werden keine Angaben dar\u00fcber gemacht, welcher Anteil von den insgesamt 3 Milliarden Kubikmeter bereits f\u00fcr Lieferungen nach Italien im Jahr 2022 berechnet wurde und wie viel davon dieses Jahr \u00fcberhaupt nach Italien gehen wird.<\/li><li><strong>ENI &#8211; Algerien<\/strong> (Vereinbarung im April 2022 unterzeichnet): Vereinbarung zur Erh\u00f6hung der Gaslieferungen \u00fcber Transmed. In der Pressemitteilung heisst es, die Vereinbarung solle &#8220;ab 2022 schrittweise steigende Gasmengen liefern&#8221;. Es wird aber nicht offengelegt, wie viel davon im Jahr 2022 erwartet wird. In den Jahren 2023\/24 rechnet ENI mit bis zu 9 Milliarden Kubikmeter pro Jahr.<\/li><li><strong>ENI &#8211; Algerien<\/strong> (Vereinbarung im Mai 2022 unterzeichnet): SONATRACH und Eni sollen das Gaspotenzial und die M\u00f6glichkeiten f\u00fcr eine beschleunigte Erschliessung bestimmter bereits entdeckter Felder in Algerien ermitteln. Die erwarteten Gasproduktionsmengen aus den unter die Vereinbarung fallenden Gebieten belaufen sich auf ca. 3 Milliarden Kubikmeter pro Jahr und werden zur Erh\u00f6hung der Exportkapazit\u00e4t Algeriens nach Italien durch Transmed beitragen. Ein voraussichtliches Datum wurde nicht genannt.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Zus\u00e4tzlich zu diesen bilateralen Vereinbarungen plant Italien auch die Inbetriebnahme von zwei von SNAM gekauften Wiederverdampfungsanlagen. Sowohl SNAM Wiederverdampfungsanlagen Golar Tundra (Piombino) als auch SNAM Wiederverdampfungsanlagen I Limited (Ravenna) haben eine kontinuierliche Wiederverdampfungskapazit\u00e4t von 5 Milliarden Kubikmeter pro Jahr. Golar Tundra wird voraussichtlich im Fr\u00fchjahr 2023 den Betrieb als Wiederverdampfungsanlage aufnehmen, w\u00e4hrend die zweite Wiederverdampfungsanlage derzeit durch einen Chartervertrag mit einer dritten Partei, bis November 2023 gebunden ist. Die Inbetriebnahme ist auf Q3 2024 angesetzt. Um in Betrieb genommen zu werden, m\u00fcssen f\u00fcr beide Wiederverdampfungsanlagen die Genehmigungs- und Regulierungsverfahren, sowie der Bau der erforderlichen Infrastruktur zur Anbindung des Terminals an das bestehende Gastransportnetz abgeschlossen sein. Der Standort der Wiederverdampfungsanlagen erweist sich als politisch sehr umstritten, so dass es zu unvorhergesehenen Verz\u00f6gerungen kommen k\u00f6nnte. \u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Im Grunde genommen h\u00e4ngt das Potenzial f\u00fcr eine zus\u00e4tzliche geografische Substitution, die in den analysierten Daten f\u00fcr 2022 noch nicht ber\u00fccksichtigt wurde, ganz von Algerien ab. Im Juli erkl\u00e4rte Sonatrach die Absicht, 2022 zus\u00e4tzlich zu den 21 Milliarden Kubikmeter, die Italien 2021 von Algerien erhalten hat, weitere 4 Milliarden Kubikmeter zu liefern. Die Lieferung soll im August beginnen. Bislang liegen die algerischen Lieferungen im August 2022 jedoch bei durchschnittlich 61,5 Millionen Kubikmetern pro Tag &#8211; weniger als die durchschnittlichen t\u00e4glichen Durchfl\u00fcsse zwischen M\u00e4rz und Juli (~62,7).<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong>Ergebnisse<\/strong><\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Deutschland, das stark von russischem Gas abh\u00e4ngig ist, w\u00e4re eine vollst\u00e4ndige Unterbrechung der russischen Gaslieferungen bei unver\u00e4ndertem Verbrauch katastrophal (Szenario 1). Der deutsche Gasverbrauch ist jedoch bereits in den ersten sechs Monaten des Jahres im Vergleich zu 2021 um durchschnittlich 15% gesunken, und um 9% im Vergleich zum durchschnittlichen Verbrauch in den gleichen Monaten der Jahre 2019, 2020 und 2021. Ein stabiler R\u00fcckgang der Gasnachfrage in der Gr\u00f6ssenordnung von 15% ist <a>herausfordernd<\/a>, aber wenn Deutschland weiterhin in diesem Tempo Energie einspart, w\u00fcrde es am Ende \u00fcber gen\u00fcgend Gas verf\u00fcgen, um ein Szenario mit einer vollst\u00e4ndigen Unterbrechung der russischen Gaslieferungen (Szenario 2) zu \u00fcberstehen &#8211; auch wenn dabei die Speicher vollst\u00e4ndig geleert werden. Unter der Annahme, dass Russland weiterhin ~10% der Gasstr\u00f6me liefert, w\u00fcrde Deutschland bei einer Energieeinsparungsrate von 15% am Ende des Winters nur noch ~7% seiner Speicher zur Verf\u00fcgung haben (Szenario 3). Dies w\u00fcrde Deutschland in eine ung\u00fcnstige Lage versetzen, und es w\u00fcrde eine betr\u00e4chtliche anhaltende Nachfragereduzierung und wahrscheinlich eine pr\u00e4ventive Rationierung erfordern, um zu vermeiden, dass die Speicher im Falle negativer unvorhergesehener Schocks ersch\u00f6pft werden. Doch der Ausblick ist etwas weniger d\u00fcster Ausblick als viele erwartet h\u00e4tten. Dar\u00fcber hinaus w\u00e4re jedes Szenario mit gr\u00f6sseren russischen Zufl\u00fcssen positiver.<a href=\"https:\/\/twitter.com\/SMerler\/status\/1564898157137379329\/photo\/1\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"662\" src=\"https:\/\/www.algebris.com\/wp-content\/uploads\/eugas-de1-1024x662.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15215\" srcset=\"https:\/\/media.algebris.com\/content\/eugas-de1-1024x662.jpg 1024w, https:\/\/media.algebris.com\/content\/eugas-de1-500x323.jpg 500w, https:\/\/media.algebris.com\/content\/eugas-de1-768x496.jpg 768w, https:\/\/media.algebris.com\/content\/eugas-de1.jpg 1317w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption><strong>DEUTSCHLAND<br>Angebot Gas &#8211; Nachfrage Gas (% Gasverbrauch)<\/strong><br>Quelle: Algebris mit Daten von Eurostat, Bruegel, ENTSOG, AGSIE. Speicherdaten zum 31\/08\/2022. Daten \u00fcber Gasfl\u00fcsse zum 29\/08\/2022 10:34. Verbrauchsdaten per Ende Juni 2022<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Italien hat eine bessere Ausgangslage als Deutschland, was die Gasabh\u00e4ngigkeit von Russland betrifft. Allerdings ist der Gasverbrauch im Land deutlich weniger zur\u00fcckgegangen. Der Verbrauch reduzierte sich in den ersten sechs Monaten dieses Jahres im Durchschnitt um nur 2% im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres. Im Vergleich zum Durchschnitt des gleichen Zeitraums von 2019-21 ist der Gasverbrauch um 0,7% gestiegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Warum gibt es diese Unterschiede bei den Energieeinsparungen? Eine offensichtliche Erkl\u00e4rung liegt in der Tatsache, dass der Anteil des Gases, das f\u00fcr die Stromerzeugung verwendet wird, am gesamten Gasverbrauch in Italien (~35% ) h\u00f6her ist als in Deutschland (~15% ). Dies ist ein Bereich, in dem die Substitution kurzfristig besonders schwierig sein kann. Dennoch ist der Gasverbrauch f\u00fcr die Stromerzeugung in Deutschland in den ersten sechs Monaten dieses Jahres, im Vergleich zum Durchschnitt des gleichen Zeitraums 2019-21, um 3% gesunken. In Italien ist die gleiche Mass um 9% gestiegen. L\u00e4sst man die Stromerzeugungskomponente ausser Acht, ist der Unterschied immer noch betr\u00e4chtlich: Der Gasverbrauch ist in Deutschland in den ersten sechs Monaten des Jahres, im Vergleich zum Durchschnitt des gleichen Zeitraums 2019-21, um 10% zur\u00fcckgegangen, w\u00e4hrend in Italien die gleiche Kennzahl nur um 3% gesunken ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies ist zum Teil sicherlich auf das st\u00e4rkere Wirtschaftswachstum Italiens im selben Zeitraum zur\u00fcckzuf\u00fchren, jedoch spielt auch die Politik eine Rolle. Bislang hat sich die italienische Regierung mehr darauf konzentriert, die Verbraucher vor den Auswirkungen h\u00f6herer Energiepreise zu sch\u00fctzen, als sie zu systemweiten Energieeinsparungen zu bewegen. Italien hat in weniger als einem Jahr 2,8% des BIP (eine der drei gr\u00f6ssten Interventionen in der EU) f\u00fcr Massnahmen ausgegeben, die darauf abzielen, die Auswirkungen der Preise auf die Verbraucher zu verringern. W\u00e4hrend eine gewisse Subventionierung notwendig ist, um die Bed\u00fcrftigsten zu sch\u00fctzen, haben nicht zielgerichtete Interventionen den Nachteil, dass sie auch den Anreiz zum Energiesparen oder zur Substitution von Gas verringern.<\/p>\n\n\n\n<p>In Deutschland hingegen haben Substitution und Einsparungen allm\u00e4hlich stattgefunden, selbst dort, wo man dies zun\u00e4chst f\u00fcr unm\u00f6glich hielt. Der Automobilhersteller Audi erkl\u00e4rte zum Beispiel, dass er kurzfristig 20% seines Gasverbrauchs ersetzen k\u00f6nne und dass nur 10% des f\u00fcr die Produktion ben\u00f6tigte Gas unersetzlich sind. Der Chemieriese BASF sagte aus, er k\u00f6nne 15% des f\u00fcr W\u00e4rme und Dampf verwendeten Gases, durch \u00d6l ersetzen und das f\u00fcr die Ammoniakproduktion ben\u00f6tigte Gas durch Importe wettmachen. Der Stahlhersteller Arcelor Mittal teilte mit, er k\u00f6nne seinen Gasverbrauch durch den Import von Metallvorprodukten senken.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei diesem Tempo der Energieeinsparung, das auf den Daten vom 31. August 2022 beruht, w\u00fcrde Italien seine Gasvorr\u00e4te, bis Fr\u00fchjahr 2023 aufbrauchen, selbst wenn Russland weiterhin 10% der Gasstr\u00f6me liefern w\u00fcrde (Szenario 3). Italien m\u00fcsste seine Energieeinsparungen erh\u00f6hen, um das Szenario einer vollst\u00e4ndigen Einstellung der russischen Gaslieferungen (Szenario 2) zu \u00fcberstehen. In diesem Szenario w\u00fcrde die Nachfrage, das Angebot, Ende Februar \u00fcbersteigen. Die erforderliche Nachfrageanpassung ist in absoluten Zahlen viel geringer als in Deutschland, m\u00fcsste aber immer noch mindestens doppelt so hoch sein, wie bisher.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"586\" src=\"https:\/\/www.algebris.com\/wp-content\/uploads\/eugas-de2-1024x586.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15217\" srcset=\"https:\/\/media.algebris.com\/content\/eugas-de2-1024x586.jpg 1024w, https:\/\/media.algebris.com\/content\/eugas-de2-500x286.jpg 500w, https:\/\/media.algebris.com\/content\/eugas-de2-768x440.jpg 768w, https:\/\/media.algebris.com\/content\/eugas-de2.jpg 1335w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption><strong>ITALIEN<\/strong><br><strong>Angebot Gas &#8211; Nachfrage Gas (% Gasverbrauch)<\/strong><br>Quelle: Algebris mit Daten von Eurostat, Bruegel, ENTSOG, AGSIE. Stand: Juli 2022. Speicherdaten zum 31.08.2022. Daten \u00fcber Gasfl\u00fcsse zum 31.08.2022. Verbrauchsdaten zum Stand Ende Juni 2022<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong>K\u00fcnftige geografische Substitution<\/strong><\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Welche Rolle spielt die geografische Substitution? Wie bereits er\u00f6rtert, spiegelt sich die bisher stattgefundene Substitution bereits darin wider, dass als Basiswert f\u00fcr die Nettozufl\u00fcsse der Durchschnitt der Nettozufl\u00fcsse verwendet wird, die in der ersten H\u00e4lfte des Jahres 2022 an jedem Gaseinspeisepunkt beobachtet wurden. Dies scheint darauf hinzudeuten, dass die bereits stattfindende geografische Substitution f\u00fcr Italien nicht ausreicht, um ohne weitere Nachfragereduzierung die Ersch\u00f6pfung der Speicher zu vermeiden. Wenn wir uns auf algerisches Gas konzentrieren &#8211; f\u00fcr das es einen klareren Zeitplan gibt &#8211; und wir davon ausgehen, dass die erwartete zus\u00e4tzliche Substitution stattfindet, \u00e4ndert sich das Bild erheblich, und Italien w\u00fcrde sich in einer komfortablen Lage befinden. Unter diesen Annahmen w\u00fcrde die Speicher bis Mai 2023 nur geringf\u00fcgig unter dem Niveau von 2021 liegen, selbst ohne eine Steigerung der Energieeinsparungen. Wenn die Wiederverdampfungsanlagen in Betrieb sind, k\u00f6nnten die Speicher zu diesem Zeitpunkt durch erh\u00f6hte Fl\u00fcssigerdgas-Einfuhren wieder auf ein hohes Niveau gebracht werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit Algerien jedoch das in den Vertr\u00e4gen zugesagte zus\u00e4tzliche Gas vollst\u00e4ndig liefern kann, m\u00fcsste das nordafrikanische Land seine Gaslieferungen nach Italien in den verbleibenden Monaten dieses Jahres monatlich um fast 50% erh\u00f6hen und in den Jahren 2023\/24 monatlich mehr als verdoppeln. Unter der Annahme, dass nur 50% der versprochenen Mengen geliefert werden, w\u00e4ren die Speicher im Fr\u00fchjahr 2023 zwar immer noch im positiven Bereich, aber deutlich unter dem Niveau von 2021. Dies w\u00fcrde zu einer gr\u00f6sseren Unsicherheit f\u00fcr 2023 f\u00fchren. F\u00fcr Italien w\u00e4ren h\u00f6here Energieeinsparungen nach wie vor gerechtfertigt, um das Risiko der Abh\u00e4ngigkeit von einem einzigen Anbieter f\u00fcr die k\u00fcnftig erwarteten zus\u00e4tzlichen Gaszufl\u00fcsse, sowie die Ungewissheit in Bezug auf das Wetter und die m\u00f6glichen negativen Auswirkungen eines k\u00e4lteren Winters zu mindern.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"624\" src=\"https:\/\/www.algebris.com\/wp-content\/uploads\/eugas-de3-1024x624.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15219\" srcset=\"https:\/\/media.algebris.com\/content\/eugas-de3-1024x624.jpg 1024w, https:\/\/media.algebris.com\/content\/eugas-de3-500x305.jpg 500w, https:\/\/media.algebris.com\/content\/eugas-de3-768x468.jpg 768w, https:\/\/media.algebris.com\/content\/eugas-de3.jpg 1335w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption><strong>ITALIEN<br>Gasspeicher (TWh) &#8211; Sensitivit\u00e4t bei unterschiedlichen Substitutionsszenarien<\/strong><br>Quelle: Algebris mit Daten von Eurostat, Bruegel, ENTSOG, AGSIE. Stand: Juli 2022. Speicherdaten zum 31.08.2022. Daten \u00fcber Gasfl\u00fcsse zum 31.08.2022. Verbrauchsdaten mit Stand Ende Juni 2022. Zus\u00e4tzliche k\u00fcnftige Str\u00f6me werden entsprechend dem Verlauf der monatlichen Str\u00f6me des Jahres 2021 anteilig auf die Monate aufgeteilt.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong><strong>Schlussfolgerung<\/strong><\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Die derzeitige Energiedebatte in Europa dreht sich um Preise und Lagerung, wobei die Rolle von Mengen und Str\u00f6men nicht diskutiert wird. Dies f\u00fchrt zu Verwirrung. Die Tatsache, dass die Preise in die H\u00f6he schiessen, scheint nur schwer mit der (guten) Nachricht zu vereinbaren zu sein, dass sich die Speicher fr\u00fcher als geplant einem sehr hohen Niveau n\u00e4hern. Die Speicher machen jedoch in der Regel etwa 25% des j\u00e4hrlichen Gasverbrauchs aus, so dass sich diese bei einer erheblichen Verringerung der Durchfl\u00fcsse und bei unver\u00e4ndertem Gasverbrauch schnell leeren w\u00fcrden. Europa leidet unter einem Gasmangel, der sich in hohen Preisen niederschl\u00e4gt. Unter dieser Mengenbeschr\u00e4nkung w\u00fcrde eine Begrenzung der Preise bei unver\u00e4ndertem Verbrauch implizit immer noch eine gewisse Rationierung erfordern. Energieeinsparungen k\u00f6nnen eine Schl\u00fcsselrolle bei der Abmilderung dieses Konflikts spielen und sollten daher ganz oben auf der Tagesordnung des Treffens der EU-Energieminister n\u00e4chste Woche stehen.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/twitter.com\/SMerler\/status\/1564898157137379329\/photo\/1\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Silvia Merler <\/strong>&#8211; <em>Head of ESG and Policy Research<\/em><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><em>Dieses Dokument wird von\u00a0Algebris Investments (Ireland) Limited\u00a0herausgegeben. Es ist nur f\u00fcr eine vorbestimmte Gruppe von Empf\u00e4ngern gedacht. Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen sind streng vertraulich und d\u00fcrfen nur von der Person verwendet werden, an die sie gesendet werden. Die hierin enthaltenen Informationen d\u00fcrfen ohne die vorherige schriftliche Zustimmung von Algebris Investments von keinem Empf\u00e4nger zu irgendeinem Zweck\u00a0weitergegeben, vervielf\u00e4ltigt, verbreitet oder ver\u00f6ffentlicht werden.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen und Meinungen dienen nur Hintergrundzwecken. Algebris Investment erhebt mit der Ver\u00f6ffentlichung dieses Dokuments keinen Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit. Insbesondere stell das Dokument keine Anlageberatung dar\u00a0oder Werbung\u00a0f\u00fcr eine bestimmte Finanzdienstleistung oder Finanzinstrument. Algebris Investments vermittelt hiermit keine Transaktion in irgendeinem Finanzinstrument oder unternimmt anderweitig eine Aktivit\u00e4t, die\u00a0eine Bewilligung, Registrierung oder Genehmigung gem\u00e4ss dem schweizerischen FIDLEG, FINIG oder KAG sowie\u00a0dem\u00a0deutschen\u00a0KWG oder IFG erfordert. Dieses Dokument stellt kein Angebot zur Ausgabe oder zum Verkauf von\u00a0Effekten,\u00a0Wertpapieren oder anderen Finanzinstrumenten dar und ist auch nicht Teil einer Aufforderung zur Abgabe eines Zeichnungs- oder Kaufangebots oder einer Investition.\u00a0Dieses Dokument stellt auch keine Empfehlung\u00a0zum Kauf oder Verkauf eines bestimmten Finanzinstruments dar.\u00a0Auch sollen weder das Dokument noch dessen Inhalt Grundlage f\u00fcr einen Vertrag bilden.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Die in diesem Dokument erw\u00e4hnten Finanzprodukte sind risikobehaftet und eignen sich nicht f\u00fcr alle Anleger. Dieses Dokument enth\u00e4lt Aussagen, die zukunftsgerichtet sind oder f\u00fcr zukunftsgerichtete Aussagen gehalten werden k\u00f6nnen. Naturgem\u00e4ss beinhalten zukunftsgerichtete Aussagen bekannte und unbekannte Risiken und Unsicherheiten, da sie sich auf Ereignisse beziehen und\/oder von Umst\u00e4nden abh\u00e4ngen, die in der Zukunft eintreten k\u00f6nnen, aber allenfalls auch nicht eintreten werden. Investoren sollten sich nicht auf die in diesem Dokument enthaltenen Informationen und Meinungen oder deren Genauigkeit oder verlassen.\u00a0Weder\u00a0Algebris Investments, seine\u00a0Organe, Mitarbeiter oder verbundenen Unternehmengeben eine ausdr\u00fcckliche oder stillschweigende Zusicherung, Gew\u00e4hrleistung oder Garantie ab und \u00fcbernehmen keine Verantwortung oder Haftung f\u00fcr die Richtigkeit oder Vollst\u00e4ndigkeit, Aktualit\u00e4t und Eignung der in diesem Dokument enthaltenen Informationen oder Meinungen oder anderer schriftlicher oder m\u00fcndlicher Informationen, noch daf\u00fcr, dass die in diesem Dokument enthaltenen Informationen oder Meinungen fehlerfrei sind.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Dieses Dokument wird von Algebris Investments nur an Personen ausgegeben, an die es rechtm\u00e4ssig ausgegeben werden darf. Dieses Dokument stellt eine\u00a0Marketingmitteilung dar, die nicht in Einklang mit Rechtsvorschriften zur F\u00f6rderung der Unabh\u00e4ngigkeit von Finanzanalysen erstellt wurde. Algebris Investment unterliegt auch keinem Verbot des Handels im Anschluss an\u00a0dessen\u00a0Verbreitung.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Die Verbreitung dieses Dokuments kann in bestimmten Jurisdiktionen eingeschr\u00e4nkt sein. Die oben genannten Informationen dienen nur der allgemeinen Orientierung und es liegt in der Verantwortung jeder Person oder Personen, die im Besitz dieses Dokuments sind, sich \u00fcber alle geltenden Gesetze und Vorschriften des\u00a0jeweiligen\u00a0Landes\u00a0zu informieren und diese einzuhalten. Dieses Dokument ist nur f\u00fcr professionelle Anleger geeignet. Die Algebris-Gruppe besteht aus Algebris (UK) Limited, Algebris Investments (Ireland) Limited, Algebris Investments (US) Inc. Algebris Investments (Asia) Limited, Algebris Investments K.K.\u00a0und ihren jeweiligen Niederlassungen sowie\u00a0anderen\u00a0nicht regulierten\u00a0Unternehmen wie Zweckgesellschaften, Komplement\u00e4rgesellschaften und Holdinggesellschaften.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Algebris Investments (Ireland) Limited ist\u00a0eine\u00a0Gesellschaft der Algebris-Gruppe, die f\u00fcr\u00a0den\u00a0deutschen\u00a0und schweizerischen Markt\u00a0als\u00a0Herausgeber dieses Dokuments\u00a0auftritt.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einem heissen Sommer steht nun der Winter vor der T\u00fcr. Nachdem Gazprom weitere &#8220;Wartungsarbeiten&#8221; ank\u00fcndigte, die im Laufe dieser Woche beginnen sollen, w\u00e4chst die Unsicherheit \u00fcber die Zuverl\u00e4ssigkeit der russischen Gaslieferungen nach Europa im Winter. Gleichzeitig werden hohe Erwartungen in das f\u00fcr den 9. 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