GLOBAL CREDIT BULLETS | Montag, 29. April 2024

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Fed-Vorschau – ‘Higher for Longer’ geht weiter
Am kommenden Mittwoch wird die Fed wahrscheinlich ihre vorsichtige Haltung in Bezug auf Zinssenkungen bekräftigen, nachdem die Inflations- und Konjunkturdaten für das gesamte erste Quartal besser ausgefallen sind. Die in der vergangenen Woche veröffentlichte PCE-Kerninflation übertraf die Erwartungen, was zu einem weiteren Ausverkauf der US-Zinsen führte und die Rendite 2-jähriger Staatsanleihen auf 5 % und damit auf den höchsten Stand seit November trieb. Die finanziellen Bedingungen verschärfen sich wieder, sind aber laut FCI (Financial Conditions Indices) von Goldman Sachs immer noch etwa 100 Basispunkte günstiger als auf dem Höhepunkt im vergangenen Oktober. Ohne neue Projektionen werden Powells Prognosen für die Lockerung der Geldpolitik in diesem Jahr genau beobachtet werden. Die Märkte gehen inzwischen davon aus, dass Zinssenkungen im Juni mit einer gepreisten Wahrscheinlichkeit von 0 % völlig vom Tisch sind, und sind zunehmend skeptisch, dass die Fed in diesem Jahr überhaupt noch Zinssenkungen vornehmen kann, wobei bis Dezember nur 33 Basispunkte eingepreist sind. Die für Freitag erwarteten Nonfarm Payrolls, die nach den Konsensschätzungen derzeit bei 250k liegen werden, werden für die weitere Entwicklung bis Mai entscheidend sein. Etwaige negative Überraschungen bei dieser sehr volatilen Zahl könnten das Bild recht schnell verändern, und der PMI-Bericht (Einkaufsmanagerindex) von letzter Woche liess bereits eine Abschwächung des Arbeitsmarktes erwarten.

Inflation in der Eurozone – Divergenz auf Kurs?
Es wird erwartet, dass der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) der Eurozone am Dienstag unverändert bei 2,4 % liegt, die Kerninflation dürfte jedoch um -20 Basispunkte auf 2,7 % fallen. Höhere Energiepreise dürften die Gesamtinflation stützen, während die Dienstleistungsinflation aufgrund niedrigerer Preise für Pauschalreisen und Unterkünfte zurückgehen könnte. Die Dienstleistungspreise bereiten der EZB weiterhin Kopfzerbrechen, da sie in den letzten fünf Monaten unverändert bei 4 % lagen. Die Disinflation bei den Gütern dürfte sich fortsetzen, wie die in der letzten Woche weiter fallenden PMI-Erzeugerpreise zeigen. Die Stimmung in der Eurozone hat sich in Umfragen allgemein verbessert, da Zinssenkungen erwartet werden und die Inflation sinkt. Dennoch wird die EZB bei Zinssenkungen nach Juni vorsichtiger. Die Märkte rechnen mit 80 % Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung im Juni, aber nur mit 35 % für eine weitere Senkung im Juli. Wir sind der Meinung, dass die EZB in diesem Jahr mehr Spielraum für Zinssenkungen hat als die Fed, sind aber angesichts der laufenden Neubewertung der US-Zinsen vorsichtig.


Algebris Investments’ Global Credit Team

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