Marktmeinungen · Globale Anleihen

Global Credit Bullets | Montag, 2. Februar 2026

Am vergangenen Freitag nominierte Donald Trump Kevin Warsh als nächsten Vorsitzenden der Federal Reserve. Die Märkte zeigten sich etwas überrascht, da Rick Rieder allgemein als Favorit galt. Warsh war bereits von 2006 bis 2011 Gouverneur der FED und spielte während der globalen Finanzkrise eine wichtige Rolle. Nach Spekulationen über eine mögliche Intervention sowohl der US-amerikanischen als auch der japanischen Behörden legte der japanische Yen gegenüber dem Dollar innerhalb von drei Handelstagen um fast 4 % zu.
2. Februar 2026
Fed – Das Namensspiel ist endlich vorbei

Am vergangenen Freitag nominierte Donald Trump Kevin Warsh als nächsten Vorsitzenden der Federal Reserve. Die Märkte zeigten sich etwas überrascht, da Rick Rieder allgemein als Favorit galt. Warsh war bereits von 2006 bis 2011 Gouverneur der FED und spielte während der globalen Finanzkrise eine wichtige Rolle. Die Wahl der Person ist von untergeordneter Bedeutung: Jeder ausgewählte Kandidat dürfte als weitgehend mit den politischen Präferenzen der Regierung übereinstimmend und bereit angesehen werden, diese umzusetzen. Warsh wird dennoch einen Konsens innerhalb des Offenmarktausschusses der Fed erzielen müssen, da eine politisch motivierte Ernennung nur begrenzte interne Unterstützung finden dürfte. Warsh befürwortet generell niedrigere Zinsen und eine kleinere Bilanzsumme und wird von den Märkten als glaubwürdig angesehen. Dies deutet darauf hin, dass es kurzfristig kaum Änderungen geben wird, da jeder Vorsitzende wahrscheinlich Zinssenkungen vornehmen würde, um sich der Regierung anzupassen, und gleichzeitig eine ruhige und verlässliche Hand bieten würde, wenn strengere politische Rahmenbedingungen oder Marktstress auftreten. Die Amtszeit des Vorsitzenden beträgt vier Jahre und kann um weitere vier Jahre verlängert werden, was einen potenziellen Einfluss auf die Politik von bis zu acht Jahren bedeutet. Die erste Reaktion des Marktes war leicht anti-deflationär, wobei der USD aufgrund der geringeren Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Fed fester notierte.

Japan – Intervention oder Illusion?

Nach Spekulationen über eine mögliche Intervention sowohl der US-amerikanischen als auch der japanischen Behörden legte der japanische Yen gegenüber dem Dollar innerhalb von drei Handelstagen um fast 4 % zu. Die Erwartungen wurden jedoch zurückgeschraubt, nachdem US-Finanzminister Scott Bessent letzte Woche dementierte, dass eine koordinierte Intervention bevorstehe. Die US-Regierung scheint aus Handelsgründen einen schwächeren USD gegenüber asiatischen Währungen zu bevorzugen. Washington sieht Vorteile in einer allmählichen und geordneten Abwertung des Dollars, obwohl die Äusserungen, auch seitens des Präsidenten, weiterhin gemischt sind.

Algebris Investments’ Global Credit Team

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