Venezuela – Führungswechsel, Öl im Fokus
Die USA führten am Samstag, dem 3. Januar 2026, eine gezielte Razzia durch, um den venezolanischen Diktator Nicolas Maduro festzunehmen und ihn zur Strafverfolgung in die Vereinigten Staaten zu überstellen. Ziel der Operation war es, sich den Zugang zu den grössten Ölreserven der Welt zu sichern und gleichzeitig weltweit ein starkes geopolitisches Signal zu senden. Eine Wiederbeschleunigung der Ölproduktion, die derzeit bei etwa einem Drittel ihres früheren Höchststandes liegt, wird jedoch erhebliche Investitionen und Zeit erfordern. Vor diesem Hintergrund kündigte die US-Regierung rasch eine Welle geplanter Investitionen amerikanischer Ölkonzerne an, die die Produktion wieder ankurbeln sollen, was den Abwärtsdruck auf die Ölpreise weiter verstärkte. Venezolanische Staatsanleihen und quasi-staatliche PDVSA-Anleihen legten um rund 30 % zu, da der Optimismus der Anleger nach Jahren der Diktatur sprunghaft anstieg. Betrachtet man jedoch frühere Präzedenzfälle wie den Irak, so dürften die Verhandlungen für die Anleihegläubiger nicht einfach werden, zumal die USA eine dominante Rolle spielen und wahrscheinlich einen Anteil an den künftigen Öleinnahmen fordern werden.
Grönland – Schachbrett der Arktis
Nach der erfolgreichen Operation in Venezuela richtete Präsident Trump seinen Fokus und seine Rhetorik auf Grönland. Die US-Regierung erkennt nun die zentrale strategische Bedeutung Grönlands für die nationale Sicherheit und die Lieferketten an und strebt danach, ihre Position in der Region zu sichern. Trump wird wahrscheinlich auf einen stärkeren Einfluss der USA drängen, um jegliche Aktivitäten Russlands oder Chinas in der Arktis zu verhindern. Eine militärische Intervention erscheint jedoch angesichts der NATO-Mitgliedschaft Dänemarks und der starken Haltung der Europäischen Union, die beide eine hohe politische und institutionelle Hürde darstellen, höchst unwahrscheinlich.
USA – Bezahlbarkeit steht vor den Zwischenwahlen im Mittelpunkt
Der 3. November 2026 ist ein entscheidendes Datum, da an diesem Tag die Zwischenwahlen in den USA stattfinden. Angesichts des weiter steigenden Drucks auf die Lebenshaltungskosten hat sich die Agenda der Trump-Regierung zunehmend auf die Erschwinglichkeit verlagert. Es wird eine Reihe von Massnahmen in Betracht gezogen, von der Senkung der Hypothekenzinsen bis zur Reduzierung der Gesundheitskosten, um den Inflationsdruck zu mildern. Es wird erwartet, dass der Präsident jede sich bietende Gelegenheit nutzen wird, um die politische Debatte zu seinen Gunsten zu gestalten, von der Einwanderung bis zur nationalen Sicherheit, und dabei eine breite Palette von Massnahmen zu verschiedenen Themen einsetzen wird, um die Unterstützung der Öffentlichkeit vor den Wahlen zu stärken.
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