Grönland – Von Konfrontation zu Koordination
Letzte Woche rückte Grönland erneut ins Rampenlicht. Präsident Trump äusserte sich erneut aggressiv, insbesondere während seiner Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Die Stimmung änderte sich jedoch am vergangenen Mittwoch, als Trump bekannt gab, dass mit der NATO eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit in der Arktis getroffen worden sei, und damit signalisierte, dass die zuvor angedrohten Zölle für europäische Länder nicht eingeführt würden. In einer Zeit, in der der Zusammenhalt der NATO zunehmend in Frage gestellt wird, bedeutet diese Kehrtwende eine bedeutende Deeskalation. Die erneute Konzentration auf die Zusammenarbeit in der Arktis trägt zur Stabilisierung der transatlantischen Beziehungen bei, verringert die Risiken im Zusammenhang mit Handelsvergeltungsmassnahmen und deutet auf einen pragmatischeren Ansatz der USA gegenüber Europa in strategischen und sicherheitspolitischen Fragen hin.
Japan – Eine Geschichte von Duration, Fiskalpolitik und Wahlen
In der vergangenen Woche erwies sich der JGB-Markt als wichtiger Katalysator für den weltweiten Duration-Ausverkauf. Nach einer leicht schwachen Auktion von 20-jährigen Anleihen kam es zu einem aggressiven Ausverkauf am langen Ende der JGB-Kurve. Der Takaichi-Handel ist nach wie vor in vollem Gange, verstärkt durch die Ankündigung von vorgezogenen Neuwahlen am 8. Februar sowie steigende Erwartungen hinsichtlich einer Senkung der Verbrauchssteuer und erneuter fiskalischer Anreize. Da japanische Banken und Versicherungen als Nettoverkäufer von Duration auftreten, könnte jede Verhaltensänderung eine scharfe Umkehr auslösen. Am Freitag beließ die BoJ die Leitzinsen unverändert, gab jedoch ein leicht hawkisches Signal. Der 1y1y-Forward-Rate-Swap stieg um etwa 4 Basispunkte auf fast 1,5 %, während der JPY zunächst stärker wurde, bevor er später in der Sitzung scharf nachgab, was von den Märkten als Devisenintervention spekuliert wurde.
FED – Keine Eile mit Zinssenkungen
Es wird allgemein erwartet, dass die US-Notenbank diese Woche die Zinsen unverändert lässt. Angesichts des derzeit gedämpften Inflationsdrucks und der anhaltend robusten Konsum- und Wachstumsentwicklung hat die Fed wenig Anlass, ihre Politik anzupassen, und kann es sich leisten, auf klarere Signale zu warten. Die Märkte preisen die erste Zinssenkung vorsichtig frühestens für Juni ein. Die mit dem neuen Fed-Vorsitzenden verbundene Prämie bleibt in der zweiten Hälfte des Halbjahres erheblich und spiegelt die Unsicherheit hinsichtlich der Reaktionsfunktionen und des internen Konsenses des FOMC wider. Sofern sich die Arbeitsmarktdaten nicht deutlich abschwächen, ist es schwer vorstellbar, dass ein ausreichend einheitliches FOMC kurzfristige Zinssenkungen vorantreibt.
Algebris Investments’ Global Credit Team
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